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Museen in Bremen: GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst
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WUSEUM

Starten Sie eine grün-weiße Zeitreise und erleben Sie auf über 350 Quadratmetern über 112 Jahre Vereinsgeschichte.


Eveline van Duyl. Denkinseln
...es darf gedacht werden

Bunt, rebellisch, vorbildlos - so wirken die 24 riesigen Philosophenporträts von Eveline van Duyl, die sie im Gerhard-Marcks-Haus präsentiert.


25.05.2013
GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst

Aufgetischt!

Der Künstler Conor Gilligan verwandelt mit seiner mobilen Küche den Tunnel zwischen GAK und Museum Weserburg in ein atmosphärisches Esslokal. Es werden Speisen und Getränke angeboten.

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25.05.2013
GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst

Abgemischt!

An den Plattentellern wird der Abend musikalisch begleitet von den Künstlern Janis Müller und
Matthias Ruthenberg.

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25.05.2013
GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst

Eröffnung von "YOU ARE NOT AN EVENING"
von Sanya Kantarovsky

Begrüßung: Marion Bertram, Vorstand
Einführung: Janneke de Vries, Direktorin

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25.05.2013
GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst

Führung durch die Ausstellung "YOU ARE NOT AN EVENING" von Sanya Kantarovsky


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SANYA KANTAROVSKY
"YOU ARE NOT AN EVENING"

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Sanya Kantarovsky, "You Are Not Someone Here but Something", 2013.
Tinte, Wasserfarbe und Öl auf Leinwand, 139,7 x 101,6 cm
Courtesy Tanya Leighton

 

„Sie haben sich etwas erwartet.
Sie haben sich vielleicht etwas anderes erwartet.
(...)
Jedenfalls haben Sie sich etwas erwartet.
Allenfalls haben Sie sich das erwartet, was Sie hier hören.
Aber auch in diesem Fall haben Sie sich etwas anderes erwartet.“
Peter Handke, Publikumsbeschimpfung, Frankfurt/Main 1981, S. 15.

Bezeichnend für die Arbeiten von Sanya Kantarovsky ist ein Nebeneinander von abstrakten und gegenständlichen Elementen, die in seinen Gemälden in einen regen Austausch treten. So wird z.B. eine rein abstrakte Formenanhäufung durch die Einbeziehung einer einzigen, recht unscheinbaren Hand zum Bild eines Vorhangs oder eines Armes, lassen zwei simple, gekreuzte Linien ungegenständliche Anordnungen in Darstellungen von Fenstern und Türen kippen. Figuration und Abstraktion sind in seinen Werken gleichsam ab- wie anwesend, bedingen und befragen sich. Die figürlichen Elemente speisen sich dabei aus disparaten Quellen: Die Eleganz von Fred Astaire und Illustrationen in der Tradition des New Yorker stehen neben politischer Bildpropaganda des Sowjetrusslands der 1930er Jahre und dem Zeichnungsstil aus Kinderbüchern. Der melancholisch-untergründige Humor eines Franz Kafka bestimmt die Atmosphäre seiner Bilder ebenso wie eine durch den Strich vermittelte Leichtigkeit und eine sanfte Farbigkeit. Dabei stellen seine Werke häufig auch die Frage nach den Widrigkeiten des kreativen Prozesses oder des Wahrnehmungsvorganges: Personen sitzen vor einer Leinwand ohne Film, beäugen eine leeres Bild oder halten sich beschämt den Kopf angesichts einer weißen Rechteckform.
 
Kantarovskys Gemälde sind vielfältige Organismen, die die Unterscheidungen zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, hoch und niedrig, formaler Leichtigkeit und inhaltlicher Schwere auflösen, indem sie sie präzise gesetzt gegeneinander ausspielen. Im ersten Moment erscheinen sie geradezu verführerisch zugänglich, um bei genauerem Hinsehen Vorgaben, wie die Dinge anzusehen und einzuordnen sind, zu unterlaufen. Diese Offenheit der Perspektiven bewahrt sich Kantarovsky auch, wenn er neben seiner Tätigkeit als Künstler immer wieder in die Rolle des Kurators schlüpft oder die architektonischen Situationen, in denen seine Arbeiten gezeigt werden, unermüdlich neu befragt.
 
Für You are Not an Evening hat er eine Serie neuer Gemälde geschaffen, die Erwartungen unterlaufen und neu justieren, indem sie eher ein Vorher, Nachher, Dahinter und Dazwischen darstellen als das eigentliche Geschehen festzuhalten: Personen sind im Begriff, das Bild zu verlassen, wenden uns dabei den Rücken zu oder sind bereits zum großen Teil von der Leinwand verschwunden. Sie starren gebannt auf etwas, was außerhalb unserer Wahrnehmung liegt. Oder abstrahierte Formen legen sich wie dunkle Wolken über die Erzählungen der Bildfläche... Den Strategien von Peter Handkes Theaterstück Publikumsbeschimpfung folgend betont das Konzept der Ausstellung eher das Nichtanwesende und die Unterwanderung klassischer Vorgaben: You are Not an Evening stellt bereits der Titel der Präsentation klar. Mit Namen wie There are no Intervals Here oder You Expected Objects schließen sich auch die Gemälde der Vorstellung an, gerade nicht zu erfüllen, was ihr zunächst so zugänglich auftretendes Erscheinungsbild an Erwartungshaltungen hervorrufen mag.
 
Für seine Gemälde entwickelt Sanya Kantarovsky in der GAK eine Ausstellungssituation, in der eine blaue Glasfläche zum Blickfilter und eine lineare Skulptur zum Raum im Raum werden. Daneben integriert er einige seiner Bilder in einer Struktur, die sich als ein Hybrid aus eigenständiger, skulpturaler Setzung und Ausstellungsdisplay erweist, auf die Besonderheiten der institutionellen Architektur reagiert, den Wahrnehmungsvorgang der Besucher/innen durch erzwungene Bewegung bewusst nachvollziehbar macht und die Präsentation als Theaterbühne inszeniert.
 
Sanya Katarovsky wurde 1982 in Moskau geboren, hat an der Rhode Island School of Design, Providence, und an der University of Los Angeles freie Kunst studiert und lebt in New York. Er hatte Ausstellungen bei LaxArt in L.A., in zahlreichen internationalen Galerien und hat im vergangenen Jahr die Gruppenausstellung Things, Words and Consequences im Moscow Museum of Modern Art kuratiert. Derzeit arbeitet er an einem Animationsfilm für LaxArt. You are Not an Evening ist seine erste institutionelle Einzelausstellung in Europa.

 

GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst

Die GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst ist der Ort für internationale richtungsweisende Kunst der Gegenwart in Bremen. Der 1980 gegründete Kunstverein liegt im Stadtzentrum auf einer Insel in der Weser – in direkter Nachbarschaft zur Weserburg I Museum für moderne Kunst und fußläufig zum Künstlerhaus und zur Städtischen Galerie Bremen.

Die GAK definiert sich als Verbindungsglied zwischen Akademie und Museum. In wechselnden Gruppen- und Einzelausstellungen stellt sie internationale künstlerische Positionen vor, bevor diese sich im Kunstbetrieb etabliert haben. Sie ist Labor für die jüngsten Tendenzen und Strömungen in der zeitgenössischen Kunst, bietet diesen eine Plattform und stellt sie zur Diskussion. Als Raum für Experimente wagt sie sich auf Felder des Unbekannten, Ungesicherten und Neuen. Dementsprechend entstehen eine Vielzahl der Arbeiten in direkter Auseinandersetzung mit der Situation vor Ort.

Die Ausstellungstätigkeit der GAK konzentriert sich insbesondere auf Einzelausstellungen junger Künstler/innen wie auf Gruppenausstellungen zu Themen des öffentlichen Diskurses. Künstler/innen wie Edward Kienholz, Tracey Emin oder Peter Doig wurden hier gezeigt, bevor sie international bekannt wurden. Gruppenprojekte wie Beyond Words (2012), An einem schönen Morgen des Monats Mai (2010), Space Revised #1 Friendly Takeovers. Strategien der Raumaneignung (2009), Bin beschäftigt (2006), Niemand ist eine Insel (2003) oder Do All Oceans Have Walls? (1998) wurden weit über nationale Grenzen hinweg wahrgenommen und rezipiert. Der traditionelle Fokus des Ausstellungsprogramms auf junge, noch weitgehend unbekannte internationale Positionen wird seit 2008 in unregelmäßigem Turnus um eine Vorgängergeneration erweitert, die die Produktion junger Künstler/innen beeinflusst hat (z.B. John Baldessari, Trisha Brown, André Cadere, Vlassis Caniaris, John Stezaker oder Matt Mullican).

Vorträge, Filmprogramme, Führungen, Lesungen, Performances, Konzerte oder Symposien im Rahmen der DONNERSTAGSTERMINE begleiten die Ausstellungen und vermitteln deren Inhalte aus verschiedenen Blickpunkten. Damit verstärken sie die Atmosphäre eines lebendigen Ortes der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst.



Die Arbeit der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst ist national und international anerkannt. Preise im In- und Ausland tragen dem Rechnung: 2012 erhielt die neuseeländische Künstlerin Kate Newby für ihre GAK-Ausstellung Crawl out your window (2010) mit dem Walters Prize die wichtigste Auszeichnung für zeitgenössische Kunst in ihrer Heimat. Ebenfalls 2012 wurde die GAK im Rahmen des ADKV-ART COLOGNE Preises mit einer Belobigung als zweitbester deutscher Kunstverein geehrt. 2013 wurde sie wieder als bester deutscher Kunstverein nominiert. 2001 wurde sie bereits mit dem Adam-Elsheimer-Preis als bester Kunstverein im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet.

Die GAK ist Mitglied der ADKV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine) und hat 300 Mitglieder.

 


GAK GESELLSCHAFT FÜR AKTUELLE KUNST

Teerhof 21
D-28199 Bremen
Tel. +49(0)421-50 08 97

ÖFFNUNGSZEITEN
Di bis So 11 – 18 Uhr, Do bis 21 Uhr, Mo geschlossen


ANFAHRT:
Haltestelle: Am Brill, Straßenbahnen: 1, 2 und 3 Busse: 25, 26 und 27; Parkhaus: Am Brill

EINTRITT
Normal:  3.- Euro, Familien:  6,- Euro, Ermäßigt: 2.- Euro (Schüler, Studenten, Rentner und Künstler, Arbeitslose, Mitglieder des BBK und der Gedok)
Freier Eintritt: für Mitglieder der GAK , des ADKV, der IKT, der ICOM, Studierende der Künste sowie Presse

Kombikarte mit der Weserburg Museum für moderne Kunst erhältlich: normal 9,- Euro, ermäßigt 6,- Euro, Gruppen 5,- Euro, Familien 16.- Euro

FÜHRUNGEN
Für Gruppen und Schulklassen nach Vereinbarung

 

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