
In der Geschichte der Bildhauerei spielte die Gewandfigur schon immer eine große Rolle. Zunächst aus schicklichen Gründen war sie die erste Wahl: Ein weiblicher Akt konnte bis zum 19. Jahrhundert (fast) nur eine Venus sein und auch für den männlichen galt die religiöse oder mythische Entrückung. Auch Gerhard Marcks (1889–1981) setzte sich intensiv mit Gewandfiguren der Archaik, der Gotik und des Barocks auseinander. Die Qualität von Faltenwürfen verglich er mit Musik und Architektur, also mit gebauten, harmonischen Systemen. In seinen Plastiken nutzte er Gewänder zur Betonung geometrischer Formen, zur Unterstreichung von Bewegung und im Kontext kleinerer Genreszenen.
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