Der zeitgenössische Teil der 2020 eröffneten Sammlungspräsentation „Remix“ wird stetig erneuert. So werden vom 26. Februar 2022 bis 6. November 2022 in fünf Räumen im Erdgeschoss der Kunsthalle neue Einblicke in die Sammlung zeitgenössischer Kunst präsentiert. Viele der Werke sind kürzlich oder erst in den letzten Jahren in die Sammlung der Kunsthalle Bremen gekommen. Nun werden die Arbeiten von 13 deutschen und internationalen Künstler*innen erstmals miteinander in einen Dialog gesetzt. Zu sehen sind Arbeiten von Abel Auer, Tilo Baumgärtel, Nina Beier, Christian Haake, Toulu Hassani, Franziska Holstein, Manfred Holtfrerich, Jub Mönster, Ulrike Müller, Alexander Tovborg, Rosemarie Trockel, Neo Rauch und Arne Schmitt.
Mit den Augen riechen. Geruchsbilder seit der Renaissance

Honoré Daumier, L’odorat, 1839, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen, Kupferstichkabinett
Seit jeher gehört Duft zum Leben. Gemälde, Graphiken und Fotografien aus verschiedenen Jahrhunderten zeigen nicht nur, wie Künstler*innen den flüchtigen Geruch dargestellt und ihm Gestalt gegeben haben. Sie fragen auch, was das Riechen für den Menschen und das Miteinander bedeutet. Speziell für die Ausstellung kreiert der kolumbianische Geruchskünstler Oswaldo Maciá (*1960) dazu eine neue raumgreifende Installation, die die weltweite Migration von Düften erlebbar macht.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr
Adresse: Am Wall 207, 28195 Bremen
Telefonnummer: +49 (0)421 – 32 908 0
Email: info@kunsthalle-bremen.de
Paris auf Papier
Um 1900 war Paris das Zentrum der Moderne, eine Kunstmetropole von Weltrang. Ganze Generationen von Malerinnen und Malern zog es im 19. und frühen 20. Jahrhundert in die Stadt an der Seine. Begleitend zur Ausstellung „Geburtstagsgäste. Monet bis van Gogh“präsentiert das Kupferstichkabinett der Kunsthalle Bremen aus eigenen Beständen ein Panorama graphischer Arbeiten von Constantin Guys über Mary Cassatt bis zu Henri de Toulouse-Lautrec, die das Leben in der französischen Metropole illustrieren.
Remix. Die Sammlung neu sehen
Unter dem Titel „Remix“ präsentiert die Kunsthalle Bremen seit 2020 die Sammlung grundlegend neu. Durch mutige Wandfarben, eine aufwendige Installation und ein völlig neues Arrangement der Werke bieten sich überraschende neue ästhetische Erfahrungen. Überraschende Funde aus dem Depot begegnen altbekannten Meisterwerken. Was lange in separaten Sälen gezeigt wurde, trifft nun aufeinander: Deutsche und französische Kunst starten einen kreativen Dialog. Die Kunst nach 1945 hat eine deutlich größere Präsenz.
Vor dem Hintergrund der internationalen Kunstgeschichte wird die außergewöhnliche Tradition des Kunstvereins in Bremen und seiner zahlreichen bürgerlichen Unterstützerinnen und Unterstützer sichtbar. So verknüpft die neue Präsentation eine regionale Perspektive mit dem globalen Geschehen und schlägt dabei den Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Dies zeigt sich in programmatischen Räumen zu globalem Handel, Klimawandel und dem Kampf um den Glauben – Themen, die die Menschen seit Jahrhunderten bewegen. Die Kunstwerke spiegeln ihre ungebrochene Aktualität. Umfassende Vermittlungstexte zu sämtlichen Werken liefern Informationen, die teilweise aktuell recherchiert wurden. Einzelne Werke waren seit Jahrzehnten nicht mehr zu sehen. Hinzu kommen aktuelle Ankäufe, Schenkungen und Dauerleihgaben, die nun erstmals präsentiert werden.
Geburtstagsgäste. Monet bis van Gogh
Mit Meisterwerken der französischen Malerei feiert die Ausstellung „Geburtstagsgäste“ das 200. Jubiläum des Kunstvereins in Bremen. Im Mittelpunkt steht eine besonders glanzvolle Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als Direktor Gustav Pauli die Kunsthalle zu einem führenden Museum moderner Kunst in Deutschland machte. Unterstützt wurde er von bedeutenden Bremer Sammlern, die nun erstmals gewürdigt werden.
Die Jubiläumsausstellung feiert die besondere Bedeutung Bremens und Deutschlands bei der Durchsetzung der französischen Kunst. Herausragende Leihgaben von Courbet über Rodin bis zu Monet bis van Gogh vermitteln ein Panorama der französischen Moderne in Deutschland vor dem Ersten Weltkrieg. Zugleich soll es ein Fest der Farbe und des Lichts in der Malerei sein!
Nackt! Aktdarstellungen im Wandel
Der nackte Körper erlebt eine mediale Dauerpräsenz – da macht die bildende Kunst keine Ausnahme. Anders, als in den Alltagsmedien, spielt jedoch die erotische Komponente hier nicht immer die Hauptrolle. Es ist faszinierend, wie sich das Bild des nackten Menschen und die Motivation, ihn zu zeigen, durch die Jahrhunderte verändert haben – von Adriaen Isenbrandts Adam und Eva im Paradies über die klassischen, wie hingegossen wirkenden Akte von Lucas Cranach, Lovis Corinth und Ernst Ludwig Kirchner bis hin zu Wolfgang Tillmans kontroverser Fotografie Corinne on Gloucester Place.
(Hinweis: Ansprache, Bildauswahl und Methodik sind je nach Altersgruppe gewählt)