Im Auftrag des Instituto Cervantes Bremen hat der spanische Künstler Mateo Maté eine Arbeit eigens für das Museum angefertigt. Die Installation Landscape Europe 2020-2021 wird der Weserburg als Schenkung überlassen. Das Werk entsteht im Rahmen des Programms Espacios ocupados innerhalb der Veranstaltungen zum 30jährigen Bestehen des Instituto Cervantes und wird von der Firma Märklin unterstützt.
Peter Piller – Archiv der Bücher
Für sein künstlerisches Schaffen bevorzugt Peter Piller seit jeher die Formate der Künstlerpublikationen. In der Regel überführt er ausgewählte künstlerische Werkgruppen in die Form eines Künstlerbuches, einer Postkarten- oder Grafikedition. Die verwendeten Bilder kommen aus dem Archiv des Künstlers. Sie stammen aus unterschiedlichen Kontexten. So hat er etwa 7.000 Pressefotos in über 100 Themengebiete kategorisiert.
Kabinettausstellung im Zentrum für Künstlerpublikationen
Peter Piller – Richard Prince
Amerikanische Mythen und deutsche Lebenswirklichkeit, unterschiedliche Generationen, verschiedene Welten – mit Richard Prince (*1949) und Peter Piller (*1968) begegnen sich in der Weserburg Museum für moderne Kunst zwei höchst eigenwillige künstlerische Werke, die das Leben und Denken in und mit Bildern beispielhaft vorführen.
Cowboys, Rocker und ihre Girlfriends, Bilder voll machohafter Erotik, chauvinistischer Cartoons und klischeehafter Autos auf der einen Seite. Bauerwartungsflächen, unangenehme Nachbarn, flüchtende Vögel und Bürozeichnungen auf der anderen. Große Schauwerte treffen auf skurrile Alltagsbilder. Die Bildwelten von Piller und Prince könnten formal wie inhaltlich kaum unterschiedlicher sein.
So wie wir sind 3.0
So wie wir sind 3.0 stellt mehr als 190 Werke aus unterschiedlichen Zeiten und Kontexten unter inhaltlichen und formalen Fragestellungen zusammen. Sieben Themenareale formulieren künstlerische Annäherungen an die Darstellung des Menschen, entwerfen ein aktuelles Bild von Deutschland, inszenieren ein vielfältiges Spiel mit dem Alltag oder dem Medium Buch und spüren minimalistischen Tendenzen, fotografischen Verfahren oder ästhetischem Widerspruch nach. Räume von Kapwani Kiwanga, Joyce Pensato, Claudia Piepenbrock und Norbert Schwontkowski geben darüber hinaus einen konzentrierten Einblick in vier künstlerische Ansätze mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten. Und mit Mel Chin zieht sogar eine Künstlerbar ein.
DUFT, SMELL, OLOR, … Multiple Darstellungen des Olfaktorischen in der zeitgenössischen Kunst
International beschäftigen sich Künstler*innen in ihren Künstlerpublikationen mit dem Geruchssinn. Dies erfolgt zum einen durch die konzeptionelle Auseinandersetzung. So thematisierte Gerhard Rühm das Riechen in dem Hörspiel Rhythmus r (1964) und Anne Deguelle gestaltete ein Portrait olfactif de Marcel Duchamp (2006). Und zum anderen durch die Beschäftigung mit Materialien, die wirklich riechen. Joseph Beuys schuf beispielsweise Postkarten aus Honig und Schwefel (1984) und Hella Berent mit Forno (1990) ein sehr geruchsintensives Künstlerbuch aus reinen Gummiseiten.
Eine Ausstellung im Zentrum für Künstlerpublikationen. Im Rahmen von Smell it! Geruch in der Kunst – zehn Ausstellungen in acht Museen ab Mai 2021 im Bundesland Bremen.

Joseph Beuys, Schwefelpostkarte, 1984, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11-18 Uhr
Adresse: Teerhof 20, 28199 Bremen
Telefon: +49 421 59 83 9 0
Email: info@weserburg.de
Luca Vitone. Macht
Luca Vitone (*1964, lebt in Mailand und Berlin) spürt den vielfältigen Prägungen nach, die sich in Räume einschreiben und sowohl ihre Erscheinung als auch unseren Blick auf sie bestimmen.
Im Zentrum seiner Ausstellung Macht steht die raumgreifende olfaktorische Installation Imperium. Beim Betreten eines nahezu leeren Raumes werden die Besucher*innen von einem penetranten, muffiv-süßlichen Geruch empfangen. Dafür bat Vitone die Parfümeurin Maria Candida Gentile, einen Duft zu kreieren, der sich assoziativ mit Gefühlen und Vorstellungen von Macht und Autorität verbindet. Einen Geruch, der innere Bilder an muffige Behördenflure oder staubige Aktenordner, Erinnerungen an monumentale Architektur, Hochfinanz und Politik oder Erfahrungen mit Obrigkeit, Bürokratie und Herrschaftswissen transportiert. Das Ergebnis ist eine gleichermaßen unsichtbare wie raumprägende Skulptur, die durch das Bewusstsein um strukturelle Hierarchien und repräsentative Macht geprägt wird.
Im Rahmen von Smell it! Geruch in der Kunst – zehn Ausstellungen in acht Museen ab Mai 2021 im Bundesland Bremen.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11-18 Uhr
Adresse: Teerhof 20, 28199 Bremen
Telefon: +49 421 59 83 9 0
Email: info@weserburg.de
- « Vorherige Seite
- 1
- …
- 4
- 5
- 6
- 7
- 8
- …
- 13
- Nächste Seite »