Die Ausstellung nutzt die Ordnungsform des Alphabets und verbindet jeden Entwurf mit einem Begriff. So gehen Objekte ganz neue Beziehungen ein – spielerisch, ernsthaft oder unerwartet. Damit bietet die Ausstellung einen neuen Zugang zu Wagenfelds Werk, berührt aber zugleich zentrale Design-Themen des 20. Jahrhunderts.
Wilhelm Wagenfeld A bis Z
„Wilhelm Wagenfeld A bis Z“ zeigt das Werk des bekannten Designers auf eine ganz neue und überraschende Weise: Die Objekte werden alphabetisch sortierten Begriffen zugeordnet – von A wie „Aladin-Kanne“ bis Z wie „Zweckleuchten“. So können die einzelnen Arbeiten neue Beziehungen eingehen – mal spielerisch, mal ernsthaft, mal unerwartet. Damit bietet die Ausstellung im Wilhelm Wagenfeld Haus einen neuen Zugang zu Wagenfelds Werk, berührt aber zugleich zentrale Design-Themen des 20. Jahrhunderts, und auch von heute.
Zum 100-jährigen Jubiläum der Bauhausleuchte zeigen wir außerdem die von Studierenden mittels ‚projection mapping‘ entwickelte Installation „Luminar Tracing“.
Die Begriffe im Einzelnen:
Aladin-Kanne, Alltag, anonym, Aschenbecher, Bauhausleuchte, Besteck, Biographie, brauchen, Bundeskanzleramt, Cromargan, Deutsches Design?, Erfindung, Ergonomie, Familie, Farbe, fliegen, Fotografie, Gastronomie, Geburtstagskind, Grafik, greifen, „Gute Form“, Industriedesign, Kanne, Kopie, Kriegsbedingungen, Kugel/Zylinder/Würfel, Kunststoff, Labor, materialgerecht, Modell, Musterstück, nachhaltig, Netzwerk, organisch, Ornament, Party, Pendelleuchte, Pressglas, Produktfotografie, „Propaganda“, publizieren, Schliff, Schubladenentwurf, Singlehaushalt, Skizzen, spacig, stapeln, Vase, verbessern, Vorbilder, Weltausstellung, Werkstatt Wagenfeld, zeitlos, Zukunft, Zweckleuchte
Jeden ersten Dienstag im Monat (ab Februar) wird es eine Kurator:innenführung geben.
Weitere Termine und Informationen finden Sie auf unserer Website oder auf Instagram
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Wort. Bild. Buch – Was Illustration kann.
Über bunte Bilder in Kinderbüchern freuen wir uns – aber Illustrationen in einem Buch mit ernsthafter Literatur?
Verfälscht die Bildebene nicht den „reinen“ Gehalt des Textes? Heutige Leser:innen sind experimentierfreudiger und erleben Bilder in Büchern als Bereicherung. Die Ausstellung zeigt, wie
vielfältig Buch – Illustration im 21. Jahrhundert ist. Der Schwerpunkt liegt dabei auf literarischen Buchprojekten: Welche Rollen übernimmt die Illustration? Wie ist das Verhältnis von Text und Bild? Mit welchen Medien arbeiten Künstler:innen heute?
Manchmal lassen Illustrationen die im Text beschriebene Zeit oder Kultur lebendig werden oder sie versetzen die Leser:innen in eine bestimmte Stimmung – oft noch bevor die erste Zeile gelesen wird. Bei manchen Büchern sorgen Schuber, ausklappbare Plakate oder andere Beigaben für ein besonderes Leseerlebnis.
Einige Graphiker:innen setzen mit ihrer Illustration ganz eigene Schwerpunkte. Andere integrieren gar den Text in ihre Bilder oder beeinflussen den Leserhythmus. Ein kleiner Exkurs wirft zum Schluss einen Blick in die Geschichte. Am Beispiel von Jules Vernes „20.000 Meilen unter dem Meer“ und Mary Shelleys „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“ wird gezeigt, wie sehr Illustrationen die Wahrnehmung eines Stoffes beeinflussen können.
Es gibt unzählige Arten, wie Text und Bild interagieren, doch eine Eigenschaft zeichnet alle Beispiele aus: Buch – Illustration ist mehr als die Wiederholung des Textinhaltes mit visuellen Mitteln. Durch das Zusammenspiel von Text- und Bildebene entstehen ganz neue Werke.
Mit Illustrationen u.a. von:
Roberta Bergmann, Harry Brockway, Zdeněk Burian, John Coulthard, Alphonse-Marie-Adolphe de Neuville, Gustave Doré, Janne Holzmüller, Jörg Hülsmann, Alexandra Kardinar und Volker Schlecht, Charles Keeping, Janna Klävers, Julian Litschko, Sophia Martineck, Walter Moers, Barry Moser, Franziska Neubert, Ann-Kathrin Peuthen, Édouard Riou, Robert Sabuda, Emmy Grimme Sagali, Rainer Schmoll, Christian Sobeck, Simon Stålenhag, Anna Stähler, Katrin Stangl, Martin Stark, Malvina G. Vogel, Eva Wünsch und Luisa Stömer, Renate Wacker, Henning Wagenbreth, Franziska Walther, Shiwen Sven Wang, Lynd Ward, Bernie Wrightson, Mehrdad Zaeri
Wilhelm Wagenfeld Haus
Architektur für Alle?! Emanzipatorische Bewegungen in Planung und Raum
Architektur für Alle?! Wie kann sie aussehen? Wer gestaltet und wer prägt sie? Und warum? – Die neue Ausstellung widmet sich der Situation von Frauen im Feld Architektur in Bremen von 1945 bis heute. Sie setzt sich mit grundsätzlichen Fragen der Gleichstellung in Planung und Raum auseinander. Denn obwohl die Geschlechtergleichstellung in Deutschland ein verbrieftes Gut ist, ist sie auch im Jahr 2022 eine Baustelle!
Um dem Versprechen unserer Demokratie auf gleiche Teilhabe für Alle gerecht zu werden, braucht es auch heute noch einen kritischen Blick auf die Strukturen. Architektur trägt in besonderem Maße Verantwortung, gestaltet sie doch im Wortsinn die (Lebens-)Räume, in denen wir zusammenkommen, um uns zu entfalten.
Die Ausstellung schaut zurück, untersucht die Gegenwart und wagt einen Blick in die Zukunft. Das Schaffen von Architektinnen der 1950er- bis 1970er-Jahre wird vorgestellt, die emanzipatorischen Errungenschaften der 1980/1990er-Jahre erkundet, Frauen der Gegenwart auf ihr Wirken im Feld von Architektur befragt und künstlerische Positionen für eine gerechtere Architektur und Stadt präsentiert.
Wilhelm Wagenfeld A bis Z
Was passiert, wenn wir das umfangreiche Werk Wagenfelds nicht als Abfolge biographischer Stationen erzählen, sondern Objekte herausgreifen und in einen überraschenden Zusammenhang bringen? Die neue Ausstellung „Wilhelm Wagenfeld A bis Z“ wagt ein Experiment. Sie nutzt die Ordnungsform des Alphabets – von A wie „Aladin-Kanne“ bis Z wie „Zweckleuchten“. So können die Objekte ganz neue Beziehungen eingehen – mal spielerisch, mal ernsthaft, mal unerwartet. Damit bietet die Ausstellung einen neuen Zugang zu Wagenfelds Werk, berührt aber zugleich zentrale Design-Themen des 20. Jahrhunderts.
“Wilhelm Wagenfeld A bis Z” breitet den vielfältigen Kontext von Alltagsdingen aus. Die Ausstellung untersucht die Gestaltung, Produktion, Materialität, den Verkauf und die Nutzung von Objekten. Aber sie möchte auch die individuelle Dimension in den Blick nehmen: Die Erzählebene „Mein Wagenfeld“ stellt Menschen und ihre Lieblingsstücke in den Mittelpunkt und bietet so einen emotionalen Zugang zum Leben mit Wagenfeld-Objekten.
Die einzelnen Begriffe:
Aladin-Kanne, Alltag, anonym, Aschenbecher, Bauhausleuchte, Besteck, Biographie, brauchen, Bundeskanzleramt, Cromargan, Deutsches Design?, Doppeldose, Druckgraphik
Erfindung, Ergonomie, Familie, Farbe, fliegen, Fotografie, Gastronomie, greifen, „Gute Form“, Industriedesign, Kanne, Kopie, Kriegsbedingungen, Kugel/Zylinder/Würfel, Kunststoff, Labor, materialgerecht, Modell, Musterstück
nachhaltig, Netzwerk, organisch, Ornament, Party, Pendelleuchte, Pressglas, „Propaganda“, publizieren, Schliff, Schubladenentwurf, Singlehaushalt, Skizzen, spacig, stapeln, Vase, Verantwortung, verbessern, Vorbilder, Weltausstellung, Werkstatt Wagenfeld, zeitlos, Zukunft, Zweckleuchte